Was ist eigentlich
Drag Racing ?
Drag Racing -
das sind vier bis 14 Sekunden dramatische Action, begleitet von einigen Minuten
der Vorbereitung an der Startlinie und einer für die Teams schier endlos
erscheinenden Wartezeit in den "Staging Lanes".
Was nur wenige sehen: Zwischen den einzelnen Läufen geht das Rennen weiter, und
zwar an den Boxen. Die Teams checken ihre Fahrzeuge komplett durch, was je nach
Klasse von einer Prüfung der Zündkerzen und des Reifendrucks über Nachstellen
von Ventilen und Zündung bis hin zur kompletten Demontage des Motors bei den
Top Fuel Dragstern reicht.
Jeder technisch Interessierte sollte sich einmal die Zeit nehmen und an einer
Box verfolgen, wie innerhalb von zwei Stunden sämtliche Teile des Motors bis
hin zu Pleuel und Kolben demontiert werden, die Kupplung zerlegt und alles mit
neuen Teilen wieder zusammengesetzt wird.
Und dann kommt meist schon der Aufruf zum Vorziehen an den Vorstart. Dort ist
erst einmal die Devise: Reifen anwärmen und Gummi auf die Strecke bringen.
Beides wird erfüllt durch den Burnout, der in den großen Klassen bis weit
über die Startlinie geht. Anschließend versuchen die Teams, das Fahrzeug so
einzuweisen, daß es möglichst genau in der frisch gelegten, klebrigen Spur
steht.
Es folgt die Prozedur an der Startlinie:
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Prestage
Stage
Gelb
Grün
Go!
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Mit dem Grünlicht
beginnt die Arbeit der Zeitnahme-Anlage, zunächst wird die Reaktionszeit
gemessen (also die Zeit zwischen "grün" und dem Verlassen der
Startlichtschranke), dann Zwischenzeiten bei 60 Fuß (ca. 18 Meter) und der
Achtelmeile (201,17 Meter) sowie der Laufzeit (E.T.) und die Endgeschwindigkeit.
Reaktionszeit und E.T. zusammen ergeben den Zeitrahmen zwischen dem Grünlicht
an der Ampel und der Zieldurchfahrt, angezeigt und in den Rekordbüchern
vermerkt wird aber immer nur E.T. (Elapsed Time).
In der Qualifikation ist eine gute E.T. wichtig als Basis für die Setzliste
(das "Flowchart"). aber am Renntag zählt dann nur noch eines: Wer als
erster die Ziellinie überquert, gewinnt den Lauf und kommt in die nächste
Runde.
Trotz aller High-Tech-Fortschritte wie elektronischer Datenerfassung,
Windkanal-gestylten Karosserien und den immer komplizierter werdenden Motoren
gibt einer am Ende den Ausschlag: Der Fahrer, sein Gefühl, seine Reaktionszeit
und seine Fähigkeiten bringen den entscheidenden Vorteil in diesem klassischen
Kampf zweier Männer (oder Frauen) und ihrer Maschinen. Er (oder sie) ist es,
der am Ende einen 4000 PS-Boliden zum strahlenden Sieger macht oder zum
Verlierer des Tages.
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